Der hängende Garten von Babylon

Nach den Berichten griechischer Autoren waren die hängenden Gärten von Babylon eine aufwendige Gartenanlage am Euphrat (im Zweistromland, im heutigen Irak gelegen).  Seit Jahrtausenden haben sie die Phantasie der Menschen beflügelt und entsprechende Interpretationen geliefert. Der Garten ist in der Kunst oft Allegorie für das Paradies, für die Gefilde der Seligen – die Wohnung der Seelen. Er ist Symbol für die Lebensentfaltung und in vielen Religionen Teil der Urzeitmythen. 

Der Garten gilt als Symbol für die Verbindung zwischen Menschen und der Natur.

Das Motiv der „hängenden Gartens von Babylon“ hat die Initiatoren des Gartens inspiriert zur Entwicklung eines künstlerischen Gartenprojektes, dem „neuen“ Garten von Babylon. Der Garten wird auf dem Hof Wanner 433 realisiert und kombiniert künstlerische Aspekte und die Entwicklung eines hängenden Gartens, der sich besonders auf den Erhalt von seltenen Nutzpflanzen richtet.

Die Basis stellen bedrohte Sorten aus der Schweiz, daneben bedrohte Sorten, die eine Schnittstelle zu anderen Kulturen bieten. Wie zum Beispiel dem Maulbaum oder indigener Kartoffelsorten.

Neben der pragmatischen Arbeit des Anlegens eines Gartens, liegt der Fokus auf der Produktion von Situationen und temporären sozialen Räumen. Mit dieser Verschiebung erhält die zwischenmenschliche Interaktion notwendigerweise einen zentralen Stellenwert und dem Fokus auf Kommunikation und Austausch.

Art and Agriculture

The gap between urban and rural culture is becoming wider. While an idealized view of the countryside is common, the reality is that the countryside has rapidly modernized and transformed in an urban-industrialized society. These transformation will continue and create policy challenges because the use of land, materials and energy will increasingly meet natural limits.

How could public participation and small-scale agriculture help to find the balance between the different perspectives on sustainable development? How can we understand today’s countryside in a vastly urbanized world? Is the countryside the contrary of the city? Is it a place where ideas for the future emerge?

During the last 20 years my focus has gone to cities, urban needs, social diversity and inclusion. The incidental acquaintance between the Swiss artist and farmer Werner Neuhaus and me, is the starting point to investigate the topic art and agriculture.

Wanner [433], Zollbrück (CH)